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Zertifikat

Ultra Einstufen-Schwangerschaftstest

(Teststreifen für Urin)

Bestellnummer: KGST102 

 

Einstufen-Schwangerschaftstest zum qualitativen Nachweis von humanem Chorion-Gonadotropin (hCG) in Urin.

Nur für die In-vitro-Diagnostik durch Fachkundige bestimmt.

VERWENDUNGSZWECK

Der hCG Ultra Einstufen-Schwangerschaftstest (Teststreifen für Urin) ist ein Schnelltest (chromatographischer Immunoassay) für den qualitativen Nachweis von Chorion-Gonadotropin (hCG) in Urin.

ZUSAMMENFASSUNG

Chorion-Gonadotropin ist ein Glykoproteinhormon, das kurz nach der Befruchtung von der sich entwickelnden Plazenta produziert wird. Bei der normal verlaufenden Schwangerschaft kann hCG in Urin und Serum bereits 7 bis 10 Tage nach der Empfängnis nachgewiesen werden.1,2,3,4 Die hCG-Konzentration steigt weiterhin sehr schnell an, übersteigt zum Zeitpunkt der ersten ausgebliebenen Monatsblutung häufig 100 mIE/ml 2,3,4 und erreicht nach circa 10-12 Schwangerschaftswochen ihren Maximalwert zwischen 100.000-200.000 mIE/ml. Das Auftreten von hCG in Urin und Serum bereits kurz nach der Empfängnis und sein nachfolgender schneller Konzentrationsanstieg während der frühen Gestationsphase machen es zu einem hervorragenden Test für den frühzeitigen Schwangerschaftsnachweis.

Der hCG Ultra Einstufen-Schwangerschaftstest (Teststreifen für Urin) ist ein Schnelltest für den qualitativen Nachweis von hCG in Urinproben mit einer Sensitivität von 10 mIE/ml. Zum selektiven Nachweis erhöhter hCG-Konzentration in Urin verwendet der Test eine Kombination aus monoklonalen und polyklonalen Antikörpern. Bei der angegebenen Sensitivität zeigt der hCG Ultra Einstufen-Schwangerschaftstest (Teststreifen für Urin) keine Kreuzreaktionen mit den strukturverwandten Glykoproteinhormonen hFSH, hLH und hTSH bei hohen physiologischen Konzentrationen.

TESTPRINZIP

Der hCG Ultra Einstufen-Schwangerschaftstest (Teststreifen für Urin) ist ein Schnelltest (chromatographischer Immunoassay) für den qualitativen Nachweis von Chorion-Gonadotropin in Urin zum frühen Nachweis einer Schwangerschaft. Die Ergebnisse werden in Form von Linien angezeigt. Der Test verwendet eine Kombination von Antikörpern, darunter ein monoklonaler hCG-Antikörper für den selektiven Nachweis erhöhter hCG-Konzentrationen. Die Kontroll-Linie besteht aus polyklonalen Ziegen Antikörpern und kolloidalen Goldpartikeln. Teststreifen werden in die Urinprobe eingetaucht und die Entstehung farbiger Linien beobachtet. Die Probe wandert durch Kapillarwirkung an der Membran entlang und reagiert mit dem farbigen Konjugat.

Positive Proben reagieren mit dem spezifischen, farbigen Antikörper-hCG-Konjugat und bilden im Bereich der Test-Linie auf der Membran eine farbige Linie. Das Fehlen dieser farbigen Linie bedeutet ein negatives Ergebnis. Bei ordnungsgemäßer Testdurchführung erscheint eine farbige Linie im Kontrollbereich als interne Kontrolle.

REAGENZIEN

Der Teststreifen enthält anti-hCG-Partikel und eine hCG beschichtete Membran.

VORSICHTSMASSNAHMEN

  • Nur für die In-vitro-Diagnostik durch Fachkundige bestimmt. Nicht nach Ablauf des Haltbarkeitdatums verwenden.
  • Der Teststreifen soll bis zu seiner Verwendung in dem versiegelten Beutel bleiben.
  • Alle Proben sind als potenziell gesundheitsgefährdend anzusehen und müssen wie infektiöses Untersuchungsmaterial behandelt werden.
  • Der Teststreifen muss nach Abschluss der Untersuchung in einem dafür vorgesehenen Behälter für potenziell biologische Gefahrenstoffe entsorgt werden.

LAGERUNG UND HALTBARKEIT

Den Test in der geschlossenen Originalverpackung bei 4-30° C lagern. Der Teststreifen ist bis zu dem auf dem versiegelten Beutel angegebenen Haltbarkeitsdatum verwendbar und muss bis zum Gebrauch in dem versiegelten Beutel bleiben. NICHT EINFRIEREN. Nach Ablauf des Haltbarkeitdatums nicht mehr verwenden.

PROBENGEWINNUNG UND VORBEREITUNG

Urintest

Die Urinprobe muss in einem sauberen und trockenen Gefäß gesammelt werden. Es wird empfohlen, den ersten Morgenurin zu verwenden, da dieser in der Regel die höchste hCG-Konzentration enthält. Es können jedoch auch zu einer beliebigen Tageszeit gesammelte Urinproben verwendet werden. Urinproben mit sichtbaren Ausfällungen zentrifugieren, filtern oder stehen lassen, um für die Testdurchführung eine klare Probe zu erhalten.

Probenaufbewahrung

Urinproben können bis zu 48 Stunden vor Testdurchführung bei 2-8°C aufbewahrt werden. Für eine längere Lagerung können die Proben eingefroren und bei einer Temperatur unter -20°C aufbewahrt werden. Gefrorene Proben müssen vor der Testdurchführung aufgetaut und gut durchmischt werden.

MATERIAL

Mitgelieferte Materialien 

  • Teststreifen
  • Gebrauchsanweisung

Zusätzlich erforderliche Materialien

  • Gefäß zur Probengewinnung
  • Kurzzeitwecker (Timer)

GEBRAUCHSANWEISUNG

Teststreifen, Urinproben und/oder Kontrollen vor Testbeginn Raumtemperatur (15-30° C) erreichen lassen.

  1. Den Behälter vor dem Öffnen auf Raumtemperatur bringen. Den Teststreifen aus dem versiegelten Beutel nehmen und so bald wie möglich verwenden.
  2. Den Teststreifen in Pfeilrichtung senkrecht in die Urinprobe eintauchen bis die rote Verfärbung durch den Resultatsbereich wandert. Nicht über die auf dem Teststreifen angezeigte Markierung (MAX) eintauchen. Siehe Abbildung unten.
  3. Teststreifen auf eine nicht-absorbierende, ebene Unterlage legen. Kurzzeitwecker stellen. Warten bis sich eine oder zwei rote Linie(n) bilden. Das Ergebnis nach 3 Minuten ablesen.
    HINWEIS: Bei einer niedrigen hCG-Konzentration kann im Testbereich (T) nach einer längeren Zeitspanne eine schwache Linie sichtbar werden. Das Ergebnis deshalb nach mehr als 3 Minuten nicht mehr auswerten.

 

img/schnelltest/hcg.gif

INTERPRETATION DER ERGEBNISSE

(siehe Abbildung oben)

POSITIV:* Zwei deutlich rote Linien werden sichtbar. Eine Linie sollte sich im Kontrollbereich (C) und eine weitere Linie im Testbereich (T) befinden.

*HINWEIS: Die Intensität der roten Linie im Testbereich (T) kann je nach der in der  Probe vorliegenden hCG-Konzentration variieren. Deshalb sollte jede schwache Rotfärbung im Testbereich (T) positiv bewertet werden.

NEGATIV: Eine rote Linie wird im Kontrollbereich (C) sichtbar. Im Testbereich  (T) ist keine deutlich rote oder rosafarbene Linie sichtbar.

UNGÜLTIG: Keine Kontroll-Linie sichtbar. Unzureichendes Probenvolumen oder eine fehlerhafte Anwendung sind die wahrscheinlichsten Gründe für eine fehlende Kontroll-Linie. Anwendung überprüfen und den Test mit einem neuen Teststreifen wiederholen. Sollte das Problem weiterhin auftreten, den Testkit nicht weiter verwenden und mit dem örtlichen Vertriebshändler in Verbindung setzen.

QUALITÄTSKONTROLLE

Der Test enthält eine interne Kontrolle. Eine rote Linie, die im Kontrollbereich (C) erscheint, dient als positive Verfahrenskontrolle. Sie bestätigt ausreichendes Probenvolumen und korrekte Testdurchführung. Ein klarer Hintergrund ist eine interne negative Testkontrolle. Wenn eine Hintergrundfärbung im Ergebnisfeld erscheint und dadurch die Lesbarkeit des Testergebnisses beeinträchtigt wird, kann das Ergebnis ungültig sein.

Es wird empfohlen, eine hCG-Positivkontrolle (mit 10-250 mIE/ml hCG) und eine hCG-Negativkontrolle (mit „0" mIE/ml hCG) bei Erhalt einer neuen Lieferung durchzuführen, um die Testeigenschaften zu überprüfen.

EINSCHRÄNKUNGEN

  1. Der hCG Ultra Einstufen-Schwangerschaftstest (Teststreifen für Urin) ist ein qualitativer Test. Deshalb kann weder der quantitative Wert, noch der hCG-Anstieg mit diesem Test bestimmt werden.
  2. Sehr stark verdünnte Urinproben, die durch eine niedrige spezifische Dichte angezeigt werden, können eventuell nicht die typischerweise zu erwartenden hCG-Konzentrationen enthalten. Falls eine Schwangerschaft dennoch vermutet wird, sollte 48 Stunden später eine Morgenurinprobe gesammelt und getestet werden.
  3. Kurz nach der Empfängnis liegt im Urin eine sehr niedrige hCG-Konzentration (weniger als 50mIE/ml) vor. Da es jedoch bei einer signifikanten Anzahl von Schwangerschaften im ersten Trimenon aus natürlichen Gründen zu einem Abbruch kommt,5 sollte ein schwach positives Testergebnis durch Nachtestung einer 48 Stunden später gesammelten Morgenurinprobe bestätigt werden.
  4. Dieser Test kann falsch-positive Ergebnisse erzeugen. Neben einer Schwangerschaft können eine Reihe von Erkrankungen, wie die Trophoblastenerkrankung und bestimmte nicht-trophoblastische Neoplasien, einschließlich Hodentumoren, Prostata‑, Mamma- und Lungenkarzinomen erhöhte hCG-Konzentrationen verursachen.6,7 Das Auftreten von hCG in Urinproben sollte deshalb nicht zur Diagnose einer Schwangerschaft herangezogen werden, wenn diese Erkrankungen nicht ausgeschlossen wurden.
  5. Dieser Test kann falsch-negative Ergebnisse erzeugen. Falsch-negative Ergebnisse können auftreten, wenn die hCG-Konzentration unterhalb der Nachweisgrenze liegt. Falls eine Schwangerschaft weiterhin vermutet wird, sollte 48 Stunden später eine Morgenurinprobe gesammelt und getestet werden. Bei einer vermuteten Schwangerschaft, und weiterhin negativen Testergebnissen, sollte umgehend ein Arzt für die weitere Diagnose aufgesucht werden.
  6. Dieser Test ermöglicht eine wahrscheinliche Diagnose einer Schwangerschaft. Die Bestätigung einer Schwangerschaft sollte nur durch einen Arzt, nach Auswertung aller klinischen Befunde und Laborergebnisse erfolgen.

ERWARTETE WERTE

Negative Ergebnisse werden bei nicht-schwangeren Frauen und gesunden Männern erwartet. Die Urin- und Serumproben von gesunden Schwangeren enthalten hCG. Die hCG-Konzentration variiert im Verlauf der Schwangerschaft und individuell.

Der hCG Ultra Einstufen-Schwangerschaftstest (Teststreifen für Urin) hat eine Sensitivität von 10 mIE/ml und ermöglicht bereits am ersten Tag nach Ausbleiben der Menstruation den Nachweis einer Schwangerschaft.

TESTEIGENSCHAFTEN

Richtigkeit 

Es wurde eine klinische Multicenter-Studie durchgeführt, bei der die Ergebnisse des hCG Einstufen-Schwangerschaftstests (Teststreifen für Urin) mit einem weiteren kommerziell erhältlichen hCG-Membrantest für die Urinuntersuchung verglichen wurden. Für die Urin-Studie wurden 200 Proben untersucht und beide Testverfahren ermittelten 100 negative und 100 positive Ergebnisse. Die Ergebnisse zeigten eine relative Richtigkeit von > 99.0% des hCG Ultra Einstufen-Schwangerschaftstest (Teststreifen für Urin) und dem zweiten hCG-Membrantest (Urin).

hCG-Referenzmethode

Methode

Anderer hCG Schnelltest

 Ergebnisse

hCG

Teststreifen

Ergebnisse

Positiv

Negativ

Positiv

70

0

70

Negativ

0

70

70

Ergebnisse

70

70

140

Relative Sensitivität: 100%
(96%-100%)*

Relative Spezifität: 100%
(96%-100%)*

RelativeRichtigkeit: 100%
(98%-100%)*

* 95% Konfidenz-Intervall

 Sensitivität und Spezifität 

Der hCG Ultra Einstufen-Schwangerschaftstest (Teststreifen für Urin) weist hCG ab einer Konzentration von 10 mIE/ml oder höher nach. Der Test wurde mit dem 3. Internationalen Standard der W.H.O. standardisiert. Die Zugabe von LH (300 mIE/ml), FSH (1.000 mIE/ml) und TSH (1.000 µIE/ml) zu negativen (0 mIE/ml hCG) und positiven (10 mIE/ml hCG) Proben zeigte keine Kreuzreaktion.

Störende Substanzen 

hCG-negative und hCG-positive Proben wurden mit den folgenden, potenziell interferierenden Substanzen versetzt.

Acetaminophen   20 mg/dl
Acetylsalicylsäure   20 mg/dl
Ascorbinsäure   20 mg/dl
Atropin   20 mg/dl
Coffein   20 mg/dl
Gentisinsäure   20 mg/dl
Glukose   2 g/dl
Hämoglobin   1 mg/dl
Mestranol   3 mg/dl
Penicillin   40000U/dl
Tetracyclin   20mg/dl

Keine der Substanzen führte bei der untersuchten Konzentration zu Beeinträchtigungen des Tests.

LITERATUR

  1. Batzer FR. Hormonal evaluation of early pregnancy, Fertil. Steril. 1980; 34(1): 1-13
  2. Catt KJ, ML Dufau, JL Vaitukaitis Appearance of hCG in pregnancy plasma following the initiation of implantation of the blastocyte, J. Clin. Endocrinol. Metab. 1975; 40(3): 537-540
  3. Braunstein GD, J Rasor, H. Danzer, D Adler, ME Wade Serum human chorionic gonadotropin levels throughout normal pregnancy, Am. J. Obstet. Gynecol. 1976; 126(6): 678-681
  4. Lenton EA, LM Neal, R Sulaiman Plasma concentration of human chorionic gonadotropin from the time of implantation until the second week of pregnancy, Fertil. Steril. 1982; 37(6): 773-778
  5. Steier JA, P Bergsjo, OL Myking Human chorionic gonadotropin in maternal plasma after induced abortion, spontaneous abortion and removed ectopic pregnancy, Obstet. Gynecol. 1984; 64(3): 391-394
  6. Dawood MY, BB Saxena, R Landesman Human chorionic gonadotropin and its subunits in hydatidiform mole and choriocarcinoma, Obstet. Gynecol. 1977; 50(2): 172-181
  7. Braunstein GD, JL Vaitukaitis, PP Carbone, GT Ross Ectopic production of human chorionic gonadotropin by neoplasms, Ann. Intern Med. 1973; 78(1): 39-45

 


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Zahl: KGST102
Rev.051117

akt. 15.06.2010

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